Greenkeeping

Täglicher Turnierstandard ist unsere Zielsetzung.

Course Superintendent Christian Müller und das Greenkeeper-Team pflegen mit viel Leidenschaft und Know‑how den 18‑Loch-Meisterschaftsplatz und den 6‑Loch-Kurzplatz. 15.103 m² Grün, 126.844 m² Fairway, 6.412 m² Abschläge, 13.600 m² Bunkerflächen, 76.200 m² Roughflächen und 45.795 m² Übungsflächen müssen auf dem 18‑Loch-Meisterschaftsplatz gepflegt werden.

Ein Mechaniker sorgt dafür, dass sich zirka 40 Maschinen und Pflegegeräte in einem optimalen Funktionszustand befinden. Viele Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie das Schleifen der Messer und Spindeln der Mähmaschinen erfolgen in der eigenen komplett ausgestatteten Werkstatt.

Für die Funktionsfähigkeit der computergesteuerten Beregnungsanlage sorgt unser Assistant Course Superintendent Nico Schäfer, ein speziell geschulter Beregnungsanlagen-Techniker. Insgesamt 721 Regner und 430 Decoder sorgen dafür, dass mit den 35 Kilometer langen Rohr- und Steuerleitungen die Flächen optimal bewässert werden.

Christian Müller

Course Superintendent

Im Laufe eines Jahres werden die unterschiedlichsten Arbeiten auf der Anlage nach einem Jahresarbeitsplan und bei Bedarf durchgeführt. Beispielsweise das Nachsähen, Vertikutieren, Aerifizieren oder die Tiefenlockerung, Besandung sowie das Topdressen, Walzen, Spiken und Schlitzen. Diese Maßnahmen unterscheiden sich in der Häufigkeit der Anwendungen und der Zielsetzungen.

Vertikutieren
Um die Bildung von Filzauflagen zu verhindern, wird das organische Material mit rotierenden Messern vertikal durchgeschnitten und anschließend entfernt.

Aerifizieren
Um den Boden zu belüften, werden mit Hohlspoons – die Rasentragschichten gelockert und Erdkerne ausgestochen.

Besanden
Nach dem Aerifizieren erfolgt das Besanden, um die ausgestochenen Löcher wieder zu füllen.

Tiefenlockern
Um die Filzbildung nachhaltig zu bekämpfen und um den Austausch der Mikro-Organismen im Boden zu fördern, wird zwei bis drei Mal im Jahr (Herbst und Frühjahr) eine Tiefenlockerung – etwa 20 bis 30 Zentimeter tief auf den Grüns durchgeführt.

Spiken und Topdressen
Um häufiger Belüftungen auf den Grüns durchführen zu können, ohne dass das Putten stark beeinträchtigt wird, erfolgt das Spiken und Topdressen. Hierfür erfolgen die Maßnahmen mit dünnen Spoons, die etwa drei bis acht Zentimeter tief in den Boden der Grüns eindringen und anschließend leicht gesandet werden.

Schlitzeinsähung
Um die Qualität der Gräser auf den Grüns zu verbessern, wird jährlich zweimal eine Schlitzeinsähung in etwa drei Zentimeter Tiefe durchgeführt. Hiermit soll der Anteil der krankheitsanfälligen Grassorten (z. B. poa annua) reduziert werden.

Mit all diesen Regenerationsmaßnahmen soll die Verringerung des Rasenfilzes, die Verbesserung des Luft-/Wasserverhältnisses im Boden erreicht und die Ausbreitung von Pilzerkrankungen minimiert werden. Die angestrebten Ziele sind Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Nährstoffmangel sowie Förderung des Wurzeltiefgangs.

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